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Bewusstseinserweiterung (Haus 12 / Fische / Neptun)

Wer ausschließlich sein Leben nach den Normen und Idealen des Milieus und Kultur ausrichtet, wer sich ständig unterordnet, einordnet und im Sinne anderer Menschen funktioniert oder nach Anerkennung oder Karriere strebt, wer also immer normgerecht sein möchte, der verdrängt ständig individuelle Eigenheiten, eigene Triebe, Gefühle und Gedanken, persönliche Lebenspläne und Ziele, also Bedürfnisse die nicht dieses Raster passen würden. Man fühlt, wie man in bestimmten Situationen zu fühlen hat, man vertritt vorwiegend Überzeugungen, die im Milieu Anerkennung bringen, man lebt so wie alle anderen im unmittelbarem Umfeld usw. Man ersetzt also Eigenheiten durch Allgemeinheiten.

Die eigenen Bedürfnisse sind allerdings mit dem Akt der Verdrängung nicht einfach verschwunden, sondern werden dadurch in ihrer Erscheinungsform verzerrt, kehren in verwandelter Form ins Leben zurück. Die eigenen Bedürfnisse bereiten außerdem Angst, da ein reales Ausleben dieser mit Verboten und Tabus belastet sind. Diese Angst wird im Unterschied zur Angst vor einer realen Bedrohung, wie z.B. vor Feuer und zu starker Hitze, nicht bewusst wahrgenommen. Um mit diesen unterschwellig wirkenden Ängsten fertig zu werden, gibt es die verschiedensten Bewältigungsmechanismen, wie z.B. die Projektion.

Es werden eigene Schattenanteile auf andere Menschen projiziert. Wenn man aber die Umwelt als äußeres Spiegelbild für den Entwicklungsstand der inneren Anlagen begreift, kann man sein Bewusstsein erweitern und die eigene Situation aus der dritten Position heraus betrachten. Dann kann man nach und nach zur inneren Mitte finden, eine Mitte, die sich jenseits von Hemmung und Kompensation befindet. Dies sind Entwicklungen die sich im praktischen Alltagsleben vollziehen und weniger in abstrakten Zirkeln, geheimen Orden oder irgendwelchen Sekten.

Dort wo eigene Schwächen existieren und Ängste entstehen warten die größten Herausforderungen für das Leben. Die damit verbundenen Bedürfnisse gilt es aus dem Keller des Unbewussten ans Licht zu holen und bewusst ins alltägliche Leben zu integrieren. Dort kann man aus der Masse auszuscheren und seine Identität zu finden, die Eigenart auszubilden und zu zeigen. Wenn man Schritt für Schritt durch diese Angst hindurch geht, kann man Erwachsen werden und sich selbst verwirklichen. Dann kann man auch die Disposition zu anerkannten oder verbotenen Betäubungs- und Suchtmitteln nach und nach löschen und dahinter das wirkliche Leben entdecken.

Stichworte

Bewusstseinserweiterung, Fähigkeit, Phantasie zu entwickeln, Fähigkeit, Träume zu verwirklichen, Fähigkeit, überkommenes aufzulösen, Fähigkeit zu zweifeln und zu hinterfragen, Fähigkeit, Hintergründe aufzudecken und zu entlarven, Fähigkeit, etwas zu erahnen, Fähigkeit, Alternativen zu entwickeln, Fähigkeit, das eigene Schicksal zu verantworten, Fähigkeit, sich selbst zu helfen, Hinterfragung und Anzweifelung allgemeiner Ideale und Normen.

Hemmung

Durch pauschale Normen und Richtlinien, normierte Formen, allgemeingültige Ideale geschwächt werden. Hemmung der Entwicklung von persönlichen Alternativen,
Projektion eigener Schattenanteile auf andere Menschen. Durch genormte Bedingungen krank, hilflos, schwach oder süchtig werden. Außenseiter der Gesellschaft, des Milieus, der Familie.

Kompensation

Im Helfersyndrom vor eigenen Problemen fliehen, Eigenheiten betäuben, in der (Ablenkungs-) Unterhaltungsbranche arbeiten. Pauschale Normen der Alternativ- oder/und Esoterikszene vertreten.

Entwicklungsprozess

Bewusstwerdung eigener Ängste und Schwächen. Nach und nach wird aus einer Schwäche eine entwickelte Eigenart. So kann man sich selbst helfen. Entwicklung von persönlichen Alternativen.