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Empfindungsfähigkeit (Haus 4 / Krebs / Mond) Die eigenen Empfindungen und Gefühle sind die Grundlage für alle Handlungen und Bestrebungen des Menschen. Wer seiner inneren Stimme vertrauen kann, ist in der Lage, den für ihn passenden Beruf, Partner, die richtige Wohnung usw. zu finden. Er ist in sich geborgen und zieht dementsprechend auch die äußeren Verstärker an, fühlt sich also in seinem Leben rundum wohl. Außerdem ist er im Stande wahrzunehmen welche Nahrung ihm entspricht, wie viel Schlaf gut tut, wann er Ruhe und wann Bewegung braucht, welche Kleidung ein angenehmes Gefühl erzeugt usw. Er kennt also seine Grundbedürfnisse und hält sich so seelisch und körperlich gesund. Ist man jedoch seit frühster Kindheit in seiner Identitätsfindung verunsichert worden und wurde man nicht bedingungslos in seinem Wesen angenommen und akzeptiert, dann ist man es gewohnt, das eigene Leben nach fremden Maßstäben und Idealen auszurichten, als auf persönliche Bedürfnisse zu achten. Aufgrund dieser Ausrichtung, entwickelt man nun ständig irreale Gefühle. Gute und richtige Gefühle, wenn man den Anforderungen anderer gerecht wird und schlechte Gefühle, insbesondere Schuldgefühle wenn man sich dazu nicht in der Lage sieht oder dagegen verstößt. Diese Gefühle haben aber mit dem eigenen Wesen überhaupt nichts zutun, da sie ja nur durch einen zu starken Bezug auf äußere Maßstäbe entstehen. Und
so läuft man Gefahr, ständig mit Menschen konfrontiert zu
werden, die subjektive Bedürfnisse und Empfindungen weniger wertvoll
und wichtig, als Normen- und Pflichterfüllung, Arbeitsideale, für
andere da zu sein, Familienideale und Gemeinsinn ansehen. Eine Gemeinschaft
kann jedoch nur gut gedeihen, wenn jedes einzelne Individuum, statt
persönliche Bedürfnisse zurückzustellen, diese entfalten
darf.
Stichworte Hemmung Kompensation Entwicklungsprozess
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