Der
Fisch
Hemmung
Ein Fisch ist ein sehr feinfühliger und sensibler Mensch. Zudem
ist er sehr eigenwillig und ungewöhnlich im Charakter. Will der
Fisch dagegen normal und anständig sein, so besteht sein Leben
im großen Umfang aus Angst, Unsicherheit und Schwäche. Der
Fisch hat im Grunde mehr Ängste als andere Menschen, weil er sehr
empfindlich und verletzlich ist. Ein Fisch kann seine Eigenheiten sehr
gut tarnen indem er sich an andere exzellent anpasst. Er spiegelt den
anderen wieder, wodurch er sich verstanden fühlt. Doch kann beim
"Mitmachen" diese empfindliche Anpassungsfähigkeit unversehens
in eine Fremdbestimmung übergehen. Da sich der Fisch zu großen
Belastungen instinktiv entziehen möchte, kommt es immer wieder
zu den für Fische typischen unentschiedenen Schwebezuständen
in Beruf und Partnerschaft. Im Berufsleben fehlt es dem Fisch oftmals
an Kontinuität und Beständigkeit. Einen mustergültigen
Lebenslauf wird man beim Fisch normalerweise nicht vorfinden. Symptome
sind eine gewisse Ablenkbarkeit bzw. Inkonsequenz, Disziplinschwäche
und Nachlässigkeit bei der Arbeit. Die Handlungen sind weniger
zielgerichtet, vielmehr werden Ereignisse laufen und Dinge geschehen
gelassen. Will der Fisch selbständig ein Ziel erreichen, muss er
hart zu sich sein und sehr zusammenreißen. Aber gerade private
Angelegenheiten verlaufen oft im Sande, ohne Ziel und Sinn. Oftmals
sucht sich ein Fisch einen Partner und Arbeitgeber gerade deshalb, damit
er ihm eine gewisse Struktur und Halt gibt.
Kompensation
In der Kompensation fühlt der Fisch genauso seine Schwächen,
Ängste und Hilflosigkeit, aber er versucht diese auszugleichen
durch Lüge, Schein und Heimlichkeiten. Er hat oftmals gar keine
andere Wahl! Seine bunte Phantasie ermöglicht es ihm zu vernebeln
und zu täuschen, seine Heimlichkeiten fliegen niemals auf - es
sei denn, er hat Schuldgefühle. Er kann aus dem Stegreif das Blaue
vom Himmel lügen und wird nicht einmal rot dabei. Meistens handelt
es sich dabei um Notlügen. Oft lebt er nebenbei ein Zweitleben
von dem niemand etwas weiß. Will der Fisch dagegen anständig
und normal bleiben und strebt er nach Anerkennung in seinem Umfeld,
so funktioniert dies in der Kompensation nur mittels Übertreibungen
und Flunkereien. Der Fisch hält es also mit der Wahrheit nicht
so genau. Ist der Fisch nach Anerkennung süchtig, so stellt er
sich als Geschichtenerzähler in den Mittelpunkt. Das Herz eines
Fisches schlägt eigentlich für "himmlische" Ideale,
welche unbewusst die Motivation seines Handelns ausmachen. Entsprechend
groß sind die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl mit allem
was arm, hilflos, schwach und krank ist. Manchmal beschäftig er
sich mit den Problemen anderer Menschen um seine eigenen zu vergessen.
Im Extrem kann dieses zu Flucht vor der eigenen Leere im Helfersyndrom
(beruflich wie privat) enden. Auch kann es sein, dass er seine Sensibilität
und die vielen unerfüllten Träume mit Drogen aller Art betäubt.
Erwachsen
Der erwachsene Fisch erkennt immer mehr was an den "normalen"
Formen von Arbeit, Familien- und Beziehungsleben real und irreal ist,
wo er sich etwas vor macht um den Schein der "heilen Welt"
aufrecht zu erhalten. Der Fisch hat eine sensible Wahrnehmung mit der
er die Hintergründe wahrnehmen kann. Mittels esoterischer Literatur
lernt er die Ganzheit des Lebens kennen. Dadurch verliert er die Angst
vor dem Leben. Arbeiten kann der Fisch überall dort wo seine blühende
Phantasie gefragt ist, wie als Künstler, Illusionist, in der Unterhaltungsbranche,
so z.B. als Dichter oder phantasiereicher Buchautor. Durch seine ausgesprochene
Hilfsbereitschaft und Sensibilität als Helfer (zur Selbsthilfe),
zur Erhaltung der Natur usw. Wichtig dabei ist, dass der Fisch seine
Arbeitszeiten und seinen Kräfteeinsatz selbst bestimmen kann. Der
Fisch ist ein ungewöhnlicher Mensch und lebt daher einen ungewöhnlichen
Lebensstil. Regelmäßigkeit ist nicht seine Stärke, denn
er muss ab und zu abtauchen und im weiten Meer seines geheimen Lebens
zu verschwinden. Ein
erwachsener Fisch ist ein besonderer Typ und kann kein 0815-Leben führen.
Auf seine Besonderheiten ist er stolz.
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