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Detlef Ouart
Neptun-Konstellationen

Neptun-Themen und die Verdrängung der individuellen Eigenart

Dort wo Saturn im Horoskop steht hatte man als Kind gelernt, sein Wesen, also das eigene Denken, Fühlen und Handeln überwiegend nach den Normen und Idealen der Herkunftsfamilie, des Milieus und der Kultur auszurichten. So lernte man neben vielem Notwenigen u.a. auch sich unterzuordnen, einzuordnen und im Sinne anderer Menschen zu funktionieren. Dort wo also Saturn im Horoskop steht, wird man in der eigenen Persönlichkeitsentwicklung gehemmt und eingeschränkt.

Vielleicht kompensiert man seine Hemmung indem man versucht die Ideale und Normen des Milieus zu erfüllen. Das ständige Streben nach Bestätigung und Anerkennung dient als Trostpflaster für die Verdrängung des eigenen Wesens. Wer jedoch immer normgerecht sein möchte, der verdrängt ständig individuelle Eigenheiten, eigene Triebe, Gefühle und Gedanken, persönliche Lebenspläne und Ziele, also Bedürfnisse die nicht in dieses Raster passen würden. Man fühlt, wie man in bestimmten Situationen zu fühlen hat, man vertritt vorwiegend Überzeugungen, die im Milieu Anerkennung bringen, man lebt so wie alle anderen im unmittelbarem Umfeld usw. Man ersetzt also Eigenheiten durch Allgemeinheiten.

Saturn Einschränkung Kompensation
in Haus 1 Ich-Entwicklung, Ego, Durchsetzung, Selbstbehauptung Durchsetzung allgemeiner Normen z.B. als Aufseher oder Polizist, Durchsetzung als Sportler, Kämpfer
in Haus 2 Wohlleben und Genuss, materielle Absicherung, Eigenwert Mehr Haben als Sein, Geld als Maßstab, Eigenwert aufgrund von Status, Schlemmerei, Gourmet
in Haus 3 Kommunikation, Lernfähigkeit Lehrer, Intellektueller, Ingenieur, Mathematiker, Technikfreak
in Haus 4 Gefühle, Identität, Geborgenheit und Nestwärme Erzieher, Mutterrolle, Familienideal, Geborgenheitsersatz durch Hausbau
in Haus 5 Freude, Spiel und Spaß im Leben, Handlungsfähigkeit, Selbständigkeit Selbständiger, Macher, Organisator, Unternehmer, Prahler und Blender
in Haus 6 Eigennutz, Wahrnehmung und Ausdruck von Gefühlen Arbeitsideal, Ideal von Bescheidenheit, Anpassung und Unterordnung vertreten
in Haus 7 Kontaktaufnahme, Liebe und Anerkennung, Partnerwahl Idealisierung von Äußerlichkeiten, Schönheitsideal, Knigge, Ideal einer harmonischen Beziehung
in Haus 8 Sexuelle und erotische Erfüllung, eigene Meinung, Beziehungsfähigkeit Vertretung einer Ideologie oder Weltanschauung, die genormte Beziehung, Machtstreben
in Haus 9 Bildung, Weiterbildung, Horizonterweiterung Bildungsideal, Vertretung einer bestimmten Weltanschauung, Toleranz als Maßstab
in Haus 10 Berufsfindung, Eigenverantwortung In der Öffentlichkeit Verantwortung für andere Menschen übernehmen z.B. als Politiker
in Haus 11 Freiheit und Unabhängigkeit Die normgerechte Freizeitgestaltung, Arbeit und Normerfüllung statt Freizeit, Anführer bei Gruppenaktivitäten
in Haus 12 Wahrnehmung von persönlichen Alternativen, dadurch Hilflosigkeit Professioneller Helfer, Helferrolle in Familie und Partnerschaft

Die eigenen Bedürfnisse sind allerdings mit dem Akt der Verdrängung nicht verschwunden, sondern werden dadurch in ihrer Erscheinungsform verzerrt, kehren also in veränderter Form ins Leben zurück.

Dort wo Neptun im Horoskop steht kommen diese Verdrängungen wieder zum Vorschein.

Die Angst vor dem Selbst

Die eigenen verdrängten Bedürfnisse bereiten Angst, da ein reales Ausleben dieser mit Verboten und Tabus belastet sind. Diese Angst wird im Unterschied zur Angst vor einer realen Bedrohung, wie z.B. vor Feuer und zu starker Hitze, nicht bewusst wahrgenommen. Um mit diesen unterschwellig wirkenden Ängsten fertig zu werden, gibt es die verschiedensten Bewältigungsmechanismen, wie z.B. Vermeidung, Betäubung, Idealisierung oder Projektion.

Vermeidung ganzer Lebensbereiche

Viele Menschen wissen es nicht und selbst wenn sie es wüssten, könnten sie es anderen Menschen kaum zeigen, dass sie für die milieuspezifischen Formen von Familienleben, Partnerbeziehung und Arbeit völlig ungeeignet sind, dass sie anders sind, als die Norm dies vorschreibt. Da sie aber außer der "normalen" keine andere Möglichkeit zu leben erkennen können, bleiben sie oft ohne Familie, kinderlos, partnerlos, arbeitslos und manche sogar obdachlos. Andere haben z.B. Ängste sich durchzusetzen und vermeiden jeden möglichen Konflikt in denen sie Stellung beziehen müssten. Aber auch Entscheidungen zu treffen oder eigenverantwortliche Handlungen zu vollziehen bereitet vielen Menschen Angst.

Die Betäubung der Eigenart

Frustrierte Menschen flüchten in Traumwelten und berieseln sich regelmäßig mit den von der Gesellschaft angebotenen Betäubungsmittel wie z.B. Fernsehen, Computer, Filme, Unterhaltung mit Musik oder Romanen. Man träumt voller Sehnsucht vom Idealpartner, der großen Liebe, von Geborgenheit, einer Idealfamilie, von Reichtum, dem Traumjob usw. Die Hoffnung auf Erfüllung der eigenen Wünsche kann lang aufrechterhalten bleiben bis irgendwann die Seifenblase platzt und dieses kompensatorische Gefühl in Hoffnungslosigkeit und Resignation umschlägt. Man kann diese Hoffnungslosigkeit oftmals nur mittels Alkohol oder anderen Drogen bewältigen. Andere betäuben fehlende zwischenmenschliche, also familiäre und partnerschaftliche Erfüllung mit übermäßiger Arbeit und werden zu Workaholics. Damit ist man in unserer Gesellschaft sogar anerkannt.

Die Sucht als Ersatzsuche nach den eigenen Bedürfnissen

Im Grunde steht jede Sucht für ein persönliches Bedürfnis dessen Erfüllung man sich versagt, weil es mit den Normen der Familie, des Milieus und der Gesellschaft unvereinbar ist. Um dieses zutun müsste man nämlich persönliche Eigenarten zeigen und sich z.B. durchsetzen, aktiv werden, abgrenzen, seine Meinung äußern, unerlaubte Gefühle zeigen usw. Süchtige werden manchmal im Suff authentisch und zeigen dann ihre wahren Gedanken und Gefühle. Nur ist die Art und Weise des Ausdrucks durch die Droge verzerrt, kann der Mitmensch die Botschaft dadurch nicht annehmen. Und doch ist es in unserer Gesellschaft anständiger, wenn man eigene Wünsche ersatzweise mit einem Suchtmittel betäubt - natürlich soweit man noch arbeitsfähig ist. Dieses wird immer wieder nachgefragt solange das ursprüngliche Bedürfnis nicht gestillt wird. Frust, Unzufriedenheit und damit Sucht erzeugen. An der Stellung von Neptun im Horoskop kann man erkennen, warum jemand süchtig ist!

Idealisierung der Defizite

Schwächen erzeugen Ängste und um sich damit nicht auseinandersetzen zu müssen, werden viele dieser Defizite als Tugenden dargestellt und damit idealisiert. So kann z.B. jemand, der sich nicht durchzusetzen wagt, dieses als gut und edel bezeichnen und eine altruistische Einstellung vertreten. Oder jemand der sich nicht abgrenzen kann und zu wenig wirtschaftliche Fähigkeiten ausgebildet hat, kann dafür plädieren, Geld und Besitz abzuschaffen oder anders zu verteilen. Andere haben Ängste ihre sexuellen Wünsche zu verwirklichen und halten diese Vermeidungshaltung für besonders tugendhaft usw.

Kompensation der Defizite

Wie kann man eine Norm- oder Idealvorstellung erfüllen ohne die dafür nötigen Fähigkeiten zu besitzen? In der Kompensation tut man so, als ob man tatsächlich dazu in der Lage wäre. Man spielt der Umwelt die Erfüllung der Norm vor und wird dadurch anerkannt, bekommt so die erhoffte Anerkennung. So schwärmen viele Kompensatoren überschwenglich vom Traumpartner, der Traumbeziehung, Traumwohnung, dem Traumjob, Traumurlaub, täuschen einen höheren Sozialstatus, Erfolg, Weisheit oder Bildung vor usw. Es wird mehr oder weniger geflunkert indem positive Dinge übertrieben und weniger ideale Tatsachen weggelassen werden. Geübte Neptun-Kompensatoren können sich selbst und die ganze Umgebung derart täuschen, so dass sie letztlich gar nicht mehr zwischen Dichtung und Wahrheit unterscheiden können. Doch gerade an der Übertreibung, an der Prahlerei, der Angabe, an der idealen und perfekten Inszenierung kann man den Schein erkennen. Irgendwann fliegt der Schwindel auf, ist man pleite oder überschuldet, macht die Firma bankrott, löst sich die heile Familie oder Partnerschaft auf usw. So wird die Schwäche wieder offensichtlich.

Projektion eigener abgelehnter Persönlichkeitsanteile auf andere Menschen

In der psychologischen Fachsprache versteht man unter einer Projektion, wenn eigene vom Über-Ich nichtakzeptierte Bedürfnisse oder Persönlichkeitsmerkmale auf andere Menschen übertragen werden. So kann man z.B. eigene sexuelle Bedürfnisse oder Seitensprungtendenzen, Intoleranzen, Aggressionen, Macht- und Statusstreben, Nachlässigkeiten, materielle Bedürfnisse, Schwächen oder Suchttendenzen, also all das, was mit dem persönlichen positiven Selbstbild nicht übereinstimmt, auf andere Menschen projizieren und das eigene Gewissen dadurch entlasten. Der Nachteil ist lediglich, dass man sich immerzu mit solchen Menschen beschäftigt oder besser gesagt, man nimmt bevorzugt derartige Eigenschaften bei anderen wahr, um sich nicht mit den eigenen Schattenseiten auseinandersetzen zu müssen. Manche Menschen bekämpfen sogar ihre Projektionen und vergeuden so eine Unmenge an Zeit und Energie für überflüssiges Schattenboxen.

Lösungsmöglichkeiten

Wenn man die Umwelt als äußeres Spiegelbild für den Entwicklungsstand der inneren Anlagen begreift kann man sein Bewusstsein erweitern und die eigene Situation aus der dritten Position heraus betrachten. Dann kann man nach und nach zur inneren Mitte finden, eine Mitte, die sich jenseits von Hemmung und Kompensation befindet. Dies sind Entwicklungen die sich im praktischen Alltagsleben vollziehen und weniger in Subkulturen, abgeschlossenen Gesellschaften, abstrakten Zirkeln, geheimen Orden oder irgendwelchen Sekten. Was nutzt denn auch die tollste innere Entwicklung, wenn im Privatleben alles beim alten bleibt, wenn man weiter keine befriedigende Partnerschaft findet, wenn der Beruf wenig Freude bereitet oder man arbeitslos ist, wenn man trotzdem die eigene Sucht nicht in den Griff bekommt, mit Schulden lebt usw. Dann besteht die Gefahr, dass man eine innere Entwicklung lediglich als Alibi benutzt, um vor den alltäglichen, also handfesten Problemen zu fliehen. Es besteht die Gefahr, dass man die Realität aus dem Auge verliert. Man fühlt sich höher und entwickelter als seine Mitmenschen, kann dies aber nur, weil man eigene Schwächen aus dem Bewusstsein ausblendet.

Dort, wo eigene Schwächen existieren und Ängste entstehen warten die größten Herausforderungen für das eigene Leben. Die damit verbundenen Bedürfnisse gilt es aus dem Keller des Unbewussten ans Licht zu holen und bewusst ins alltägliche Leben zu integrieren. So kann man aus der Masse ausscheren und seine ganz persönliche Identität finden, die Eigenart ausbilden und zeigen. Wenn man Schritt für Schritt durch diese Angst hindurch geht kann man Erwachsen werden und das eigene Leben selbst gestalten. Dann kann man auch die Disposition zu anerkannten oder verbotenen Betäubungs- und Suchtmitteln nach und nach löschen und dahinter das wirkliche Leben entdecken.

Entwicklung in täglicher Übung

So kann man im Alltag üben, wie man sich gegenüber anderen Menschen besser durchsetzt und z.B. üben Probleme direkt anzusprechen, als immer wieder klein bei zugeben und sich hinterher heimlich darüber zu ärgern Oder man kann sich Informationen darüber beschaffen wie man Kontakte knüpft und dieses danach in der Praxis einüben. Auch kann man sich mit Astrologie und Psychologie beschäftigen und dadurch den Gründen für eigene Depressionen und Süchte auf die Spur kommen usw.

Wenn man sich eigene Schwächen und die damit verbundenen Abwehrhaltungen bewusst macht, diese annimmt - ohne sich dafür zu verurteilen, kann man im Leben etwas dauerhaft verändern. Mit der Bewusstwerdung und anschließenden Ausbildung der entsprechenden Anlage kann aus dieser Schwäche eine entwickelte Stärke werden. Dann sieht man Beschränkungen durch familiäre oder milieuspezifische Gebote und Verbote in einem ganz anderen Licht. Man hat sich Informationen jenseits dieser Normen eingeholt und damit sein Bewusstsein erweitert. Dann kann man erkennen, welches die eigenen realen Bedürfnisse sind und verwechselt diese nicht mehr mit den Reaktionen und Erscheinungsformen (Hemmung und Kompensation) die durch Normen und Ideale entstehen. So empfindet man es auch nicht mehr als böse:

- wenn man z.B. seine legitimen Interessen vertritt und diese durchsetzt,
- wenn man sich materiell absichert und finanzielle Gewinne verbucht,
- wenn man genügend Eigenraum und Zeit für sich beansprucht,
- wenn man eine eigene Weltsicht entwickelt und die persönliche Meinung äußert,
- eigene erfolgreiche Unternehmungen tätigt,
- wenn man seine Wohnbedürfnisse beachtet,
- reichhaltige Kontakte pflegt,
- verschiedene Menschen liebt,
- seine sexuellen Bedürfnisse befriedigt,

das Leben also in vollen Zügen genießt.

Da man einen Weg gegangen ist und sich etwas von Innen heraus entwickelt hat, kann man diese Anlagen und damit sich selbst erst so richtig wertschätzen. Diese Fähigkeiten sind ein innerer Reichtum den einem niemand mehr nehmen kann und überall wo man hinkommt, kann man die entwickelten Anlagen einsetzen und so sein Leben gestalten.

Folgende Lebensbereiche können betroffen sein:

Mars - Neptun

Hemmung
Man konnte kein gesundes Ego entwickeln, da die Eltern ebenfalls Ich-Schwach sind und nur wenig Konfliktstärke aufweisen oder keine Kompromisse dulden. Egoistische Motive, Konflikte und Gegensätze werden in kritischen Situationen unter den Teppich gekehrt. Dagegen Aufwertung von Unterordnung, Harmonie und Gemeinsamkeiten. Starke Ängste sein Ego einzubringen und etwas aus eigenem Antrieb heraus zu beginnen, denn damit würde man seinen Willen offenbaren. Selbst passiv lässt man alles geschehen und reagiert nur noch auf Erfordernisse der Umgebung. Standpunktlosigkeit, Entscheidungsschwäche und Konfliktscheu in Beruf und Partnerschaft. Droht ein Konflikt, taucht man unter und ist nicht mehr greifbar. Heimlicher Ärger oder Autoaggressionen, Gallenprobleme, Kopfschmerzen und Entzündungen. Aggressionen und Widerwillen werden regelmäßig mittels Alkohol oder Medikamente betäubt, symbolisch mit dem Auto im Geschwindigkeitsrausch oder vor dem Computer ausagiert. Konsum von Porno-, Kriegs- und Gewaltvideos als Projektion des eigenen Verdrängten. Bei Männern, Probleme die eigenen Triebe wahrzunehmen und auszuleben. Potenzprobleme aufgrund von Sucht möglich.

Kompensation
Durchsetzung überpersönlicher Ideale oder die Interessen schwacher und kranker Menschen. Durchsetzung als Helfer. Als Helfer kann man sich Stark machen und seinen Willen durchsetzen. So darf man sich einbringen, wird man anerkannt und geachtet. Man lebt nach einer Vision, der konfliktfreien und heilen Welt. Idealisierung, indem man für Vernunft, Ego- und Gewaltlosigkeit plädiert. Die Illusion das eigene Triebhafte, Aggressionen und das Ego überwunden zu haben locken Eoisten und sexuellen Lüstlinge an. Je stärker eigene egoistische Motive verdrängt werden, desto mehr böse und egoistische Menschen werden im Umfeld (und in der Welt) wahrgenommen. Projektion eigener Konflikte auf streitsüchtige, aggressive oder gewalttätige Menschen. Projektion eigener egoistischer Motive auf egozentrische, narzisstische und Ich-verliebte Menschen, Menschen die primär an sich selbst denken und für sich leben. Triebhaftigkeit, Männlichkeit und Sexualität werden auf triebhafte und sexistische Machotypen oder "Flittchen" projiziert. Verdrängte Aggressionen werden wiederholt im Rauschzustand abgelassen oder in der Projektion z.B. bei Drogenabhängigen erlebt.

Erwachsen
Einübung von Durchsetzungsfähigkeit und Selbstbehauptung in der Praxis des Lebens. Anerkennung eigener egoistischer Motive und Bestrebungen. Konflikttraining in Beruf und Partnerschaft. Nach und nach wird geübt, einen eigenen Standpunkt einzunehmen und ihn zu vertreten. Man wird für eigene Bestrebungen aktiv, entwickelt Eigeninitiative und wird so als Individuum für seine Umwelt sichtbar. Dadurch erntet man Zustimmung aber auch Ablehnung. Nur durch die rechtzeitige Klarstellung gegensätzlicher Standpunkte wird ein Kompromiss möglich. Widerwillen und Gegensätze dürfen artikuliert, Konflikte und Spannungen ausgetragen werden. Reibungen gehören zum Leben dazu. So bauen sich gar nicht erst Aggressionen und Widerstände auf um wieder verdrängt zu werden. Sexuelle Triebe werden nach und nach aus der Verdrängung erlöst und ausgelebt.

Venus (Stier) - Neptun

Hemmung
Man konnte in der Kindheit Abgrenzung nicht erlernen und hat immerzu Probleme sich von den Interessen anderer abzugrenzen. Man hat Ängste "nein" zu sagen, wenn es angebracht wäre. Man möchte sich nicht unbeliebt machen, weil man fürchtet aus der Herde ausgeschlossen zu werden. So gibt man sich unauffällig und bescheiden und nimmt nur wenig Eigenraum in Anspruch. Da der Umgang mit Geld und Besitz nicht erlernt wurde, hat man dafür wenig Bewusstsein. Man hat Skrupel etwas zu besitzen und sich einen Vorrat anzulegen. So lebt man immerzu von der Hand in den Mund. So wie man die Materie insgesamt zu wenig beachtet, so hat man auch Probleme den eigenen Körper als etwas wertvolles anzunehmen. Es entstehen immer wieder Schuldgefühle bei körperlichem Genuss, sei es in der Sexualität oder auch beim Essen. Hemmung im Genuss. Auch wagt man es nicht oder kann es sich kaum einmal leisten, in eine gute Gaststätte auszugehen und sich mal so richtig bedienen zu lassen. Immer wird vor allem am Genuss gespart.

Idealisierung der Hemmung indem man für Bescheidenheit, Besitzlosigkeit, Kommunismus oder Askese eintritt. So kann man z.B. die "Dritte Welt" als einen allgemeinen Wertmaßstab darstellen oder sich mit verschuldeten, armen und besitzlosen Menschen befassen, zu Spenden aufrufen usw. Damit kann man seinen Eigenwert anheben, indem man sich für einen besseren Menschen als die Besitzenden hält. In der Ernährung hält man sich ausnahmslos an "gesunde" Maßstäbe und vermeidet es auch mal "zu sündigen", da sofort Schuldgefühle entstehen.

Kompensation
Existenzängste, die Angst vor Entwertung und davor einmal mittellos und obdachlos auf der Straße zu landen treiben in den Drogenkonsum. Betäubung der Angst mittels Genussgifte, wofür finanzielle Mittel überzogen werden - ein Teufelskreis. Exzessive Nahrungsaufnahme als Reaktion auf einen freudlosen, genussarmen und frustrierenden Lebensstil. Da die Wahrnehmung für Genuss eingeschränkt ist, werden Speisen oft übertrieben nachgewürzt. Es fehlt ein Feingeschmack.

Die Wertmaßstäbe der Gesellschaft, Status und Prestige erzeugen immerzu Ängste nichts Wert zu sein und so wird in der Kompensation ein höherer Status vorgetäuscht. Im Kaufrausch bekommt man immerhin vom Verkäufer die nötige Anerkennung, wird man als wertvoller Mensch - solange man zahlungsfähig ist - behandelt. Man stellt sich als etwas Besseres dar und lebt über seine Verhältnisse. Dies kann man sich nur durch eine Ausnutzung fremder Ressourcen oder durch Verschuldung leisten. Da der Selbstwert gering ist, müssen immer wieder neue Quellen angezapft werden. Dafür kann der Kompensator sehr viel Phantasie aufbringen. Da aber die Ursache nicht beseitigt wird, übersteigen die Ausgaben immer bei weitem die Einnahmen. Ein Kredit jagt den nächsten, ein Fass ohne Boden.

Bei einer extremen Kompensation wird der gehobene Lebensstil nach außen dargestellt. Man verkehrt vornehmlich in besten Kreisen, besucht die vornehmsten Restaurants und berichtet von erlesensten Speisen und Getränken. Man wird zum Gourmet und Weinkenner, isst Kaviar und trinkt den teuersten Sekt - ob es einem nun schmeckt oder nicht. Man besitzt die verschiedensten Statussymbole. Wichtig ist dabei zuallererst, Neid und Anerkennung von Gehemmten zu erhalten. Oft spielt man den Helfer, großen Gönner und edlen Spender um seinen Selbstwert aufzubessern. So läuft man Gefahr, Opfer von Gaunern und Betrügern zu werden. Irgendwann sind sämtliche Ressourcen erschöpft und die Schwäche wird wieder sichtbar.

Erwachsen
Die Tabus von Genuss und Besitz werden durchbrochen, die Wertemaßstäbe des Milieus und der Gesellschaft hinterfragt und angezweifelt. Der Reviertrieb wird nicht weiter verdrängt. Ohne ein eigenes Revier und materielle Ressourcen lebt man in ständiger Unsicherheit. Man fühlt sich allgemein Wurzellos. Wichtige Aufgaben sind daher, eigene Wertemaßstäbe zu entwickeln und einen eigenen Bereich z.B. in Partnerschaft und Beruf abzustecken. So kann man im alltäglichen Leben üben, wie man sich gegenüber anderen Menschen und deren Forderungen materiell, zeitlich und räumlich abgrenzt. So ist auch in einer festen Partnerschaft ein eigenes Zimmer unverzichtbar. Insbesondere gilt es in erforderlichen Situationen zu üben "nein" zu sagen, den anderen mitzuteilen, dass man gerade keine Zeit oder Lust für bestimmte Vorhaben hat. Die Ängste abgelehnt und aus der Herde ausgestoßen zu werden, verleiten einem oft zu schnell und zu leicht nachzugeben - auch wenn man eigentlich gar nicht möchte. Die Interessen anderer Menschen werden meist gewichtiger eingeschätzt, da man sich selbst zu wenig wichtig nimmt. Man wertet sich ab. So wird man immer wieder von anderen Menschen und deren Lebensstil vereinnahmt.

Weiterhin gilt es die Wertemaßstäbe des Milieus in dem man als Kind aufwuchs zu hinterfragen. Weder die Aufwertung des Menschen mittels Statussymbole, Titel und riesiger Besitztümer, noch eine pauschale Abwertung von Eigentum, Besitz bringen Sicherheit und Wohlgefühl. Es ist wichtig, sich mit der Materie intensiv auseinander zu setzen um eigene Wurzeln ausbilden zu können. So kann man das Wertesystem der Herkunftsfamilie, des Milieus und der Gesellschaft analysieren. Man kann feststellen, was davon reale Werte sind und wann Werte nur dazu benutzt werden, sich als Mensch im Wert über andere Menschen zu stellen. Insbesondere steht bei einem eigenen Wertemaßstab der persönliche Lebensgenuss im Vordergrund. Körperlicher Genuss wird zugelassen. Die Sensibilität der eigenen Körperwahrnehmung wird aus der Verdrängung erlöst, also wiederentdeckt und verfeinert. Körperliche Empfindungen, die Lust auf Sexualität, Genuss beim Essen, Wohlleben und Erleben werden als Werte erkannt. Ängste wandeln sich mit der Zeit in Sensibilität und Feinfühligkeit.

Merkur (Zwilling) - Neptun

Hemmung
Die Schwache in der Kommunikationsfähigkeit führt dazu, dass sich der Gehemmte selten mitteilt, lieber still und unauffällig bleibt. Es entstehen wiederholt Kontakte mit ausufernden Dauerrednern. Da man sich rhetorisch nicht so gut darstellen kann wird eher nichts gesagt als etwas falsches oder etwas worüber sich die anderen lustig machen könnten. Es bestehen Ängste sich lächerlich zu machen, sich bloß zu stellen, also von anderen für die eigene Darstellung ausgelacht zu werden. Eigene phantasievolle Darstellung wurde in der Kindheit oft abgewertet. Zaghafte Versuche mit anderen Menschen in Kontakt zu treten werden von diesen oft nicht wahrgenommen. Man hat allgemein eine Scheu hervorzutreten und sich mitzuteilen. Schwierigkeiten bei verbaler Auseinandersetzung durch mangelnde Schlagfertigkeit. Flucht vor konzentrierter Informationsaufnahme und -weitergabe in Traum- und Phantasiewelten. Einbildungskraft mischt sich mit Realität. Im Extrem gibt es Probleme Sätze klar und deutlich zu formulieren. Eine schwache Stimmbildung ist ebenfalls möglich. Dadurch wird der Gehemmte häufig von der Umwelt nicht als gleichwertiger Gesprächspartner wahrgenommen und ist wiederholt Opfer von Missverständnissen und Irrtümern.

Schwächen im Reden und Schreiben erschweren jede Situation in der man sich darstellen und mitteilen müsste. So ergeben sich Probleme in der Alltagsbewältigung, in der Partnerschaft, bei Auseinandersetzungen mit Händlern und Verkäufern, mit Kollegen oder Kunden im Beruf, mit Vorgesetzten, Behörden und Ämtern. Aus Angst vor der Kommunikation geht der Gehemmte lieber anderen Menschen aus dem Wege. Eine mögliche Vernachlässigung der Bekleidung unterstützt zusätzlich den Trend zur Vereinsamung.

Beim Lernen bestehen Schwächen durch Gedächtnis- und Konzentrationsmängel. Systematisches und zielgerichtetes Lernen bereiten große Anstrengungen. Ängste oder Bewunderung von Lehrern und Intellektuellen. Es fehlt dem Gehemmten an Struktur, Kontinuität und Durchhaltevermögen. Oft gibt er zu schnell auf etwas zu begreifen, lernt allein als Autodidakt zu oberflächlich und unkonzentriert. Dadurch können auch Probleme mit moderner Technik oder mit der Mobilität beim Autoverkehr entstehen. In unserer technisierten Arbeitswelt besteht mit dieser Schwäche die Gefahr, als Arbeitsloser, Sozialhilfeempfänger oder Süchtiger im Abseits der Gesellschaft zu landen. So dient man als Projektionsfläche für das von der Gesellschaft verdrängte.

Kompensation
In der Kompensation wird häufig gedankenlos drauf los geredet, von einem Thema zum nächsten gewechselt, ohne klare Linie und ohne Punkt und Komma vom hundertsten ins tausendste ausgeschweift. Der Kompensator achtet viel zu wenig darauf, dass sich sein Gegenüber auch am Gespräch beteiligen kann. Er beachtet nicht, ob der andere gedanklich noch folgen kann, das Gesagte verstanden und mögliche Fragen zum Thema hat oder überhaupt an der Fortführung des Gespräches interessiert ist. Versuche von der Gegenseite eigene Gedanken einzubringen oder das Gesprächsthema zu wechseln werden allzu oft überhört. So wird aus einem Dialog schnell ein Monolog. Der andere antwortet letztlich auf Äußerungen nur noch mit einem knappen "ja" oder "aha" und sucht bei der nächsten Gelegenheit das Weite. Er fühlt sich ignoriert und wird in Zukunft den Kompensator meiden. Dieses bemerkt der Kompensator selbst nur sehr selten. So führt er auch den Rückzug der Mitmenschen und die eigene Vereinsamung kaum auf seinen schlechten Kommunikationsstil zurück. Ja, meist wird sogar geglaubt über gute Kommunikationsfähigkeiten zu verfügen. Dabei wird jedoch Quantität mit Qualität verwechselt.

So ist man zwar ständig im Informationsaustausch z.B. per Telefon, mit dem Handy oder Computer und immerzu von einem Gesprächspartner zum anderen unterwegs, kann aber mit seinen vielen Worten keine Beziehung zu den Mitmenschen aufbauen. Es bestehen Ängste in der Kommunikation konkret zu werden, sich zu öffnen, über sich selbst zu erzählen und sich wirklich auf den anderen einzulassen. Die Angst, der andere könnte hinter der Fassade die eigenen Schwächen erkennen und mit seinen Eigenheiten die Anerkennung und Akzeptanz der Umwelt zu verlieren. Als Helfer kann man die eigene Darstellungsschwäche kompensieren, indem man noch schwächeren und hilfloseren Menschen hilft. So bekommt man auch ein wenig Anerkennung.

Erwachsen
Es ist wichtig, direkte und unmittelbare Kommunikation und Selbstdarstellung im Alltag einzuüben. Dazu ist es notwendig, sich Inhalte über die man sich mit anderen Menschen austauschen könnte anzueignen. Alternative Gebiete und Themen welche Hintergründe beleuchten wie z.B. Psychologie, Esoterik, Astrologie sind gut geeignet. Dabei muss man unterscheiden lernen, wann man mit diesen Themen vor der Realität und dem Alltag fliehen möchte und wann diese helfen die Wirklichkeit in ihrer gesamten Komplexität besser zu erkennen. So sollte man immer wieder eigene subjektive Erkenntnisse mit anderen austauschen und überprüfen um so zu einem objektiven Bild zu gelangen.

Konzentriertes Lernen, strukturiertes Studieren und eigene Ausarbeitungen unterstützen, die vielen Gedanken und das Durcheinander im Kopf zu ordnen. Außerdem kann man die vielen Informationen zusammenfassen und in eine eigene Form bringen. Dies kann mittels schriftlichen Ausarbeitungen geschehen. So verbessert man die eigene Lernfähigkeit, Merkfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Man entwickelt eigene Gedanken, was sich positiv auf den Intellekt und die geistige Beweglichkeit auswirkt.

Weiterhin ist es notwendig sich mit anderen Menschen auszutauschen und so die eigene Kommunikationsfähigkeit zu trainieren. Auch hier sind Durchhaltevermögen und Disziplin gefragt. Übung macht den Meister. Jede Begegnungssituation kann als Trainingsfeld fungieren. So kann man anfangs einige wohlüberlegte Sätze in Gesprächen einbringen bis man später in der Lage ist, selbständig beispielsweise einen Vortrag zu einem interessanten Thema zu halten. So kann man sich mit alternativen Inhalten darstellen. Als Künstler kann man sich phantasievoll und individuell zeigen.

Mond - Neptun

Hemmung
Der Horoskopeigner hat Ängste Gefühle aufkeimen zu lassen, die den Normen und Idealen der Familie und des Milieus nicht entsprechen. Es bestehen unbewusste Zweifel, ob vieles was von den Eltern, Großeltern, Verwandten und Bekannten, im Milieu und von den Autoritäten der Gesellschaft an Lebensrichtlinien vorgegeben werden, auch wirklich den eigenen Bedürfnissen entspricht. Diese Zweifel und Bedenken lässt man jedoch nicht zu, da man so sicherlich sein Leben von Grund auf verändern und völlig anders gestalten müsste. Man würde die Normen und Tabus der Familie auflösen und dadurch an Akzeptanz in der Umwelt verlieren. Andere würden sehen, dass man sich von deren Vorstellungen unterscheidet, dass man anders ist als sie. Der Horoskopeigner möchte jedoch nicht auffallen, womöglich als Außenseiter abgestempelt werden und verdrängt deshalb einen Großteil seiner wirklichen Empfindungen.

Dadurch fehlt das Gefühl als wichtiges Entscheidungsbarometer. Der Horoskopeigner ist ständig verunsichert und hat Probleme zu erkennen was ihm entspricht. Man führt bei dieser Konstellation meist ein Dasein ohne eigene Pläne, Zielsetzungen und Vorhaben, fährt durchs Leben ohne Hinweisschilder, Leitlinien und Orientierungspläne. Ab und zu macht man hier oder dort fest, hofft gerade eben das richtige gefunden zu haben. Man nimmt das, was gerade am Wegesrand stand ins eigene Leben, um später enttäuscht zu werden. Es war halt wieder nicht das Richtige. Man ist sich nie sicher ob man die richtige Wohnung oder Ernährungsform, den passenden Beruf oder Partner gewählt hat. Um diese Zweifel zu besänftigen hält man sich vorsichtshalber an dem was allgemein in der Familie und im Milieu Anerkennung bringt. Manchmal fragt man andere Menschen, Autoritäten und Spezialisten um Rat. Diese Ratschläge gestalten sich jedoch meist im Rahmen der Normen und dem allgemein Anerkannten und können dadurch die eigene Unsicherheit nur kurzzeitig beseitigen. So lebt man ein Leben jenseits der eigenen Natur.

Symptome verdrängter Identität können sein: Wohnungsprobleme: eine Wohnung in der man sich nie zu Hause fühlt, Heimatlosigkeit, eine Wohnung als Not- oder Übergangslösung, Probleme durch Feuchtigkeit, Wasser oder Schimmel. Probleme mit der Ernährung: Ernährungsstörungen durch fehlendes Gefühl von Appetit oder Sättigung, Über- oder Unterernährung, einseitige Ernährung, Fastfood. Probleme in der Partnerschaft entstehen vor allem durch Unsicherheiten in der eigenen Geschlechtsrolle.
Männer sind sehr sensibel und haben daher Probleme, die in der Gesellschaft geforderte Norm als Ernährer der Familie auszufüllen. Auch in der Triebentwicklung gibt es Unsicherheiten, weshalb man vermehrt weiche und weibliche Züge bei Männern mit dieser Konstellation vorfindet. Frauen dagegen haben Probleme die Mutterrolle zu übernehmen, sind schnell überfordert und entkräftet. Außerdem werden weibliche Rundungen (Fett, die Brust, sog. Problemzonen) zum Problem. Bei Nähe, Geborgenheit und Zärtlichkeit lebt man ständig im Defizit. Allgemein fühlt man sich ungeborgen, was sich bis zur Depression steigern kann.

Kompensation
Die unbewussten Ängste werden regelmäßig mit Alkohol, Drogen, Nikotin oder Medikamenten, mit laufendem Fernsehen oder Radiohören, Computer und Internet oder anderen Ablenkungsmedien betäubt. Aber auch mit aktiven Ablenkungsmethoden wie z.B. ständigem Ausgehen und wegfahren, telefonieren, mit übermäßiger Arbeit und Sorge um andere Menschen kann man gut vor seelischen Problemen fliehen. Mann benötigt ständig ein Identifikationsobjekt in der Projektion, seien es Arme, Kranke oder schwache Menschen, arbeitslose, alkoholkranke oder sonst wie hilfsbedürftige Partner oder einfach nur ein Haustier um dass man sich ausgiebig kümmern kann. So ist man immerzu vor eigenen Problemen auf der Flucht. Da man noch nicht seine eigene Identität entdecken konnte, kann man sich wie ein Schauspieler in fast jede fremde Identität hineinversetzen und einfühlen.

So kann es sein, dass man beispielsweise in der Partnerschaft sämtliche Neigungen und Interessen, Pläne und Ziele des Partners übernimmt und dies soweit man als Einzelperson gar nicht mehr wahrnehmbar ist. Dieser Aspekt prädestiniert für symbiotische Beziehungen. In die größte Krise gerät man, sollte man aus verschiedensten Gründen kein Identifikationsobjekt mehr vorfinden - wenn z.B. eine Beziehung beendet ist, man eine Arbeitstelle als Helfer verliert, die Kinder das Haus verlassen, das Haustier stirbt usw. Wenn man ganz allein auf sich selbst zurückgeworfen wird macht sich eine große Leere auf. Die Konfrontation mit dieser inneren Leere möchte man so weit wie möglich vermeiden, weshalb man immer wieder ein neues Identifikationsobjekt sucht und meistens findet. So ist man ständig im Außen auf der Suche nach der eigenen Identität, klammert sich an Menschen, Gemeinschaften, Vereine, oder Arbeitsstellen, an Trends, Moden und Zeitströmungen und wird doch laufend enttäuscht, da sich die Sehnsüchte und Wünsche nicht erfüllen.

Erwachsen
Solange man nur im Außen sucht, kann man das wahre Gold nicht finden. Dieses kann man entdecken, wenn man den eigenen unbewussten Motiven und Beweggründen und damit den Ängsten und verdrängten Gefühlen auf die Spur kommt. Mit Hilfe von Psychologie, Esoterik und Astrologie, mit Traumdeutung und Symbolwissen ist es möglich, immer mehr von seinem wahren Wesen zu entdecken. Wenn man ins tiefe Wasser der eigenen Seele hinabsteigt und Verdrängungen auflöst, braucht man sich nicht ständig mit den Ergebnissen dieser im Außen herumzuschlagen - beispielsweise mit Feuchtigkeit und Wasser im Wohnbereich, mit Unsicherheiten, Auflösungen und Enttäuschungen in Beruf, Familie oder Partnerschaft. Diese zeigen an, wo man noch nicht seine wahre Identität gefunden und sich etwas vor gemacht hat. Man hatte im Vorfeld eigene Ängste und Bedenken beiseite geschoben und möglicherweise gar mit Hochgefühlen und Schwärmereien übertüncht. Man dachte einen Traum zu verwirklichen, welcher sich als geplatzte Seifenblase entpuppte. Da man in der Norm bleiben wollte und deshalb seine individuellen Bedürfnisse ignorierte, hatte man sich selbst belogen und getäuscht. Diese Täuschung wird immer wieder bewusst gemacht.

Deshalb ist es notwendig zu erkennen, wo man eben nicht die Norm der Familie und des Milieus leben kann, weil man davon abweichende Bedürfnisse und Interessen besitz. Ängste, Unsicherheiten, Zweifel und Bedenken, Unzufriedenheit und Frustgefühle sollten ernst genommen und als grellrote Signale verstanden werden, dass eigene Leben zu verändern. So kommt man dem wahren Wesen immer näher.

Sonne - Neptun

Hemmung
Der Horoskopeigner hat Probleme das eigene Leben zu planen, zu organisieren und zu handeln. Er hat keine klare Linie, Plan oder Konzept nach dem er vorgehen könnte - sollten sich im privaten oder beruflichen Leben bestimmte Anforderungen und Aufgaben stellen. Deshalb ist er bei neuartigen Problemlagen schnell überfordert und überlastet, arbeitet und organisiert unkoordiniert. Aus mangelnder Eigenidentität lebt er in den Tag hinein, lässt sich gehen und vertreibt sich die Langeweile mit verschiedenen Ablenkungsmedien wie z.B. Fernsehen, Radiohören, Telefonieren, Computerspiele, mit Alkohol oder anderen Drogen usw. Man kann in seinem privaten Leben nur wenig Planung, Aufbau und praktische Realisierung erkennen. Die Lebensgestaltung ist ohne Zielsetzungen und im Extrem sogar chaotisch, ungeordnet und unübersichtlich. So konnte sich die eigene Selbständigkeit nur in einem geringen Umfang entwickeln und womöglich ist der Horoskopeigner von anderen Menschen oder Institutionen abhängig.

Daher ist man im Berufsleben in einer untergeordneten Position beschäftigt - wenn man nicht gerade wieder arbeitslos ist - handelt ausschließlich nach Anweisungen und Befehlen der Vorgesetzten. Nur sehr selten entwickelt man eigene Ideen und setzt diese eigenverantwortlich um. Man hat große Ängste etwas falsch zu machen und wird daher lieber erst gar nicht kreativ tätig. So lebt man ein Leben auf Sparflamme im Sinne fremder Herren.

Kompensation
In der Kompensation wird so getan, als könnte man die Ideale der Gesellschaft und des Milieus tatsächlich erfüllen. Man versucht ein allgemein anerkanntes Image darzustellen, gibt sich kreativ und hilfreich. In schauspielerischer Inszenierung werden Details, wie beispielsweise Bekleidung, Frisur, Auftreten usw. dem gewünschten Persönlichkeitsbild angepasst. So blufft man sich selbst und andere. Oft läuft man bei dieser Konstellation einer Vision von sich hinterher. Da man in seinen Handlungen entweder gar nicht oder allenfalls chaotisch und unkoordiniert vorgeht, bleibt diese Vision allerdings auf ewig ein unverwirklichter Traum. Das stört aber nicht, denn wichtig ist, dass eigene Image zu pflegen. Jede Handlung könnte dieses zerstören und die Realität anzeigen.

Am besten liegt die Rolle als Helfer. So hilft man im Sozialbereich armen, kranken oder anderwärtig hilflosen Menschen und kann damit die eigenen Probleme vergessen. Auch in Beziehungen benötigt man immerzu unselbständige und handlungsunfähige Menschen zum anleiten und helfen. So kann man seinen Helferdrang ausgiebig ausleben. Frauen mit diesem Aspekt projizieren manchmal die eigene Handlungsschwäche auf Männer die chaotisch, süchtig, schwach und hilflos sind.

Erwachsen
Der Erwachsene hat erkannt, dass sich Aufgaben und Zielsetzungen - ob privat oder beruflich - nur mit der Ausbildung von organisatorischen Fähigkeiten verwirklichen lassen. So benutzt er die Praxis des Lebens und übt in kleinen Schritten nach und nach private Dinge und Abläufe im Beruf kreativ und organisatorisch zu gestalten. Er beschäftigt sich u.a. mit Selbstorganisation und Zeitmanagement und kann dadurch seine Abläufe besser planen und koordinieren. Eigene Projekte werden vorbereitet und umgesetzt, auch Fehler begannen und daraus gelernt. In der Freizeit übt er eigene Unternehmungen und Aktivitäten wie z.B. einen Ausflug oder eine Reise selbständig zu organisieren und zu planen. Er entwickelt Handlungsfähigkeit und bekommt so das eigene Leben immer mehr in den Griff. Auf dieser Grundlage kann er zusätzlich seine reiche Phantasie einbringen und so alternative, künstlerische und kreative Unternehmungen starten.

Merkur (Jungfrau) - Neptun

Hemmung
Es bestehen Schwächen und Ängste in der Analyse, Wahrnehmung und dem Zeigen von Empfindungen, die den Normen und Idealen des Milieus nicht entsprechen. Insbesondere werden "böse" Gefühle verdrängt. Da man es nicht gelernt hat, Umweltbedingungen für eigene Zwecke zunutzen, hofft man mit einer bescheidenen Haltung von der Umwelt akzeptiert zu werden. Man möchte nützlich sein, gebraucht werden und so macht man sich von Arbeitgebern oder Partnern abhängig. Je höher die Abhängigkeit, desto größer die Wahrnehmungsdefekte. Als materielle Wiederspiegelung der inneren seelischen Situation braucht man eine Brille, ein Hörgerät oder andere Wahrnehmungshilfen.

Die freie Reaktionsfähigkeit auf überfordernde Ansprüche der Umwelt wird betäubt. Man gibt sich anspruchslos und bescheiden, angepasst und vernünftig und verdrängt ständig Frustgefühle, Widerstand, Wut und Aggressionen. Dadurch kann Anpassung, Unterordnung und das Funktionieren im Sinne von Elternrollenspielern gewährleistet werden. Die verdrängten Gefühle verschmutzen jedoch immer mehr die Seele, was zwangsläufig über kurz oder lang zu psychosomatischen Erkrankungen führen muss. So kann man sich unbewusst mit Hilfe körperlicher Symptome von zu harten Anpassungszwängen schützen. Wenn man richtig Krank ist kann man halt nicht mehr dienen und muss sich schonen, dass wird allgemein akzeptiert.

Weiterhin wird unbewusst die Wahrnehmung im Sehen oder Hören beschränkt, so dass man möglicherweise Seh- oder Hörhilfen benötigt. Diese Schwäche kann auch zu einem ungenauen Arbeitsstil mit hohen Fehlerquoten führen. Auch kann es sein, dass man unbewusst vorläufige, unklare, chaotische und unsichere Arbeitssituationen aufsucht um irgendwann wieder den Anpassungszwängen zu entgehen. Wenn man aufgrund von Fehlleistungen und Unfähigkeiten, Intrigen, Rationalisierungen, Stellenkürzungen oder Insolvenzen von der Arbeit entlassen wird, hat man unbewusst das Ziel erreicht - die Auflösung des Arbeitsverhältnisses und damit die Lösung von zu großer Anpassung.

Man hat wie früher in der Familie keine zugewiesene Funktion in der Gemeinschaft. Da man jedoch als Arbeitsloser kaum gesellschaftliche Anerkennung bekommt, fühlt man sich minderwertig und nutzlos. Diese Gefühle werden häufig mittels Alkohol oder anderen Drogen betäubt. Probleme mit Ordnung und Sauberkeit können zusätzlich den Trend zum sozialen Abstieg verstärken. Arbeitslosigkeit und Alkoholsucht können bei dieser Konstellation Überhand nehmen.

Auch in Beziehungssituationen besteht die Gefahr, Gefühle die eine harmonische Beziehung gefährden könnten aus dem Bewusstsein auszublenden. Die Fähigkeit zur Analyse ist angstbesetzt. So besteht die Tendenz unschöne Lebenssituationen im Geiste zu verschönen. Man möchte die Realität nicht wahrnehmen, was für Außenstehende (Sehende) manchmal kaum nachvollziehbar ist. Man wird von Partnern und anderen Menschen für deren Interessen benutzt und ausgenutzt.

Kompensation
Als Workaholic versucht man mit ständiger Arbeit eigene seelische Probleme zu verdrängen. Man identifiziert sich mit den Arbeitsidealen des Milieus und verachtet die unangepassten, süchtigen, faulen und arbeitsscheuen Drückeberger. Man projiziert eigene Schattenanteile auf Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, aber auch auf Arbeitskollegen, Untergebene oder Chefs. So nimmt man gezielt Menschen war, die schlampig, unpräzise und fehlerhaft arbeiten oder sich vor der Arbeit drücken wollen. Da man jedoch selbst große Probleme hat, Übersicht und Ordnung in der eigenen Arbeit zuhalten, ist man ständig gezwungen Überstunden oder Mehrarbeit zu leisten. Die Fülle an Details ist kaum zu beherrschen. Die vielen Arbeiten werden jedoch nicht notwendigerweise verrichtet, sondern um die eigene Unsicherheit zu kompensieren und daher wie eine Auszeichnung mit Urkunde immer wieder der Umwelt präsentiert. Es wird kaum geschaut wie man effizienter arbeiten, also durchaus auch Arbeit einsparen könnte, um auch mal zu faulenzen und es sich so richtig bequem zu machen. Die Angst ist groß, als Faulpelz oder Taugenichts zu gelten und für Unzulänglichkeiten, Fehler und Ungenauigkeiten kritisiert zu werden. Deshalb betreibt man endlose Vorbereitungen, Vorkehrungen, Analysen, Prüfungen und Verbesserungen. Arbeit ohne Ende!

Eine andere Form der Kompensation ist, indem man eigene Schwächen in der Selbstwahrnehmung und im Eigennutz als Helfer ausagiert. Die Wahrnehmung ist nicht grundlos vorrangig auf kranke, hilflose und schwache Mitmenschen ausgerichtet, denn damit kann man eigenen Fragen ausweichen. Als Helfer, Arzt oder Heilpraktiker, bei Tätigkeiten im Sozialbereich u.a. hat man also eigene seelische Probleme beständig in der Projektion und ist dadurch ausgeglichen. So macht man sich für andere nützlich und bekommt dafür eine Existenzberechtigung, wird allgemein anerkannt. Im Extremfall muss man sämtliche Kräfte und persönliche Ressourcen für die Helferrolle investieren und scheitert irgendwann wegen gesundheitlicher Probleme. So benötigt man selbst Helfer, Psychoanalytiker, Arzt oder Heilpraktiker.

Oder man wird oft Opfer von chaotischen Arbeitssituationen, in denen die meisten Arbeitsergebnisse nicht gebraucht werden, verschwinden oder auf Stapel verstauben...

In der Beziehung projiziert man eigene verdrängte Unangepasstheit, wie z.B. Faulheit, Arbeitsscheue, Schlamperei oder Unpünktlichkeit auf den Partner und versucht mit Kritik, Nörgelei oder Hilfen, diesen zur Anpassung zu bewegen. Auch kann es sein, dass man immer wieder vom Partner oder den Kindern produzierte Unordnung und Unsauberkeit beseitigen muss. Im Putzfimmel oder Waschzwang, als Reinigungskraft oder Sozialarbeiter beseitigt man ersatzweise immer wieder Verschmutzungen im Außen, als sich der eigenen Seele zuzuwenden. Da man aus Schutz der eigenen falschen Wahrnehmung die Psychoanalyse abwertet, landet man in der Suchtberatung, beim Arzt oder im Krankenhaus.

Erwachsen
Die sensible Wahrnehmung kann aus der Verdrängung erlöst werden, wenn man die Scheuklappen des Milieus und der Herkunftsfamilie ablegt. Anpassung, Unterordnung und fremden Herren zu dienen sind Symptome unserer kranken Arbeitswelt und Leistungsgesellschaft und haben mit realer Anpassungsfähigkeit wenig zutun. Real bedeutet: Man nutz die sich bietenden Umweltbedingungen für eigene Zwecke und fährt die Ernte seiner Arbeit selbst ein.

Die Seele möchte nicht eine Arbeit verrichten nur um den Lebensunterhalt zu verdienen (obwohl dies auch notwenig sein kann), sondern in erster Linie kreative und schöpferische Arbeiten verrichten, Tätigkeiten die Freude und Zufriedenheit erzeugen. Deshalb gibt es bei dieser Konstellation oftmals viele Auszeiten durch Arbeitslosigkeit oder Krankheit. Man sollte also die eigenen Ängste und Unsicherheiten ernst nehmen und sich Gedanken über die Arbeit als Lebensinhalt machen.

Es ist generell wichtig, dass man immer mehr seine Wahrnehmung darauf richtet, was einem gut tut und weniger, ob andere mit einem zufrieden sind. Aufkommende Unzufriedenheit, Ärgergefühle oder Aggressionen dürfen angemessen gezeigt werden. So kann man erkennen, ob Bedingungen der Umwelt für die eigenen Bedürfnisse nutzbar sind. Man entwickelt einen gesunden Eigennutz. Nach und nach kann man entstandene Abhängigkeiten reduzieren. Je unabhängiger man wird, desto mehr traut man sich seine ehrlichen Gefühle zu zeigen. So kann man seelisch gesunden.

Venus (Waage) - Neptun

Hemmung
Es bestehen Ängste mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu treten, weil man in der Eigenwerbung, dem Flirt, Smalltalk und der Verführung unsicher ist. Man hat Ängste für sich zu werben, sich schön, begehrenswert und anziehend zu machen. Man hat Hemmungen auf den anderen zuzugehen, ihm sein Interesse zu signalisieren und möglicherweise abgewiesen zu werden. Auch kleidet man sich oft unvorteilhaft, unmodisch, alltäglich, geschmack- oder ausdruckslos, für den Partner wenig verführerisch und aufreizend.

Frauen haben Ängste mit einer leichten und erotischen Aufmachung in der Umgebung als Flittchen abgestempelt zu werden. Man gibt sich betont "natürlich", vermeidet Schminke, kurze Röcke, Hackenschuhe und andere erotische Äußerlichkeiten, also genau das was Männer schön finden. Man tut so, als wenn es Erotik gar nicht gäbe.

Männer dagegen verstehen es nicht um eine Frau zu werben, sich um die Aufmerksamkeit dieser zu bemühen, ihr Komplimente zu machen und eigene Vorzüge herauszustellen. Man bezieht also bei seinem Auftreten die eigene Wirkung auf das andere Geschlecht nicht mit ein. Man hat Ängste aufzufallen und als werbendes Geschlechtswesen erkannt zu werden und geht daher Kontakten dem Wege oder beschränkt diese auf Sachlichkeiten.

So sieht man nur wenige Möglichkeiten einen passenden Partner kennen zulernen, versingt in Einsamkeit und Melancholie. Man begnügt sich mit einem Partner der weniger dem eigenen Schönheitsgeschmack entspricht, einem erotisch nicht anspricht und daher nur wenige Liebensgefühle entstehen. Vielleicht wird man beim heimlichen konsumieren von Erotik und Pornographie, beim Flirten oder Lesen von Zeitungsinseraten erwischt. Man ist immer wieder enttäuscht ohne zu begreifen, dass man "nur" von den eigenen verdrängten Persönlichkeitsanteilen enttäuscht wird.

Kompensation
Hoffnungen als rettender Engel, Helfer oder Heiler doch noch die große Liebe zu finden erfüllen sich nicht. Mit stetigem Beistand, als guter Kumpel, geduldiger Zuhörer und unendlich verständnisvoller Leidensgenosse versucht man in die Begegnung mit dem anderen Geschlecht zu treten. Hilfsangebote geben ein allgemein akzeptables Alibi Zuneigung, Liebe und Herzlichkeit zu geben und zu erhalten. So braucht man sich nicht als Geschlechtswesen zu präsentieren, werben oder gar zu flirten. Man fällt nicht auf, ist über jeden Zweifel erhaben gut und anständig, weder Hure noch Don Juan.

Deshalb verlegt man die Suche nach einem passenden Partner ins Reich der Phantasie und Romantik. Auf der Suche nach dem Traumpartner versinkt man in Illusionen, verliebt sich mitunter in heimliche oder ferne Internet- oder SMS-Bekanntschaften, Zeitungsinserate, Partner aus einer anderen Stadt oder Ausländer, bereits gebundene oder anderweitig beziehungstuntaugliche Zeitgenossen und wird daher weniger mit den alltäglichen Eigenschaften dieses Phantasiewesens konfrontiert. So kann man wenigstens eine Zeitlang schwärmen und träumen, sich einreden den Traumpartner doch endlich gefunden zu haben. Später ist man enttäuscht, weil Träume und Realität nicht übereinstimmen.

Da Männer eher visuell veranlagt sind, schauen sie sich ersatzweise erotisch schöne Frauen in Zeitschriften, Videos oder im Internet an. Frauen hingegen interessieren sich mehr für Beziehungsgeschichten und konsumieren Liebesromane, Seifenopern oder Liebestragödien in Büchern, Frauenzeitschriften, im Theater oder Fernsehen. So werden Defizite, Frustrationen und Unzufriedenheiten einer bestehenden Partnerschaft ausgeglichen und besänftigt. Man ist immer auf der Suche nach dem Prinzen oder der Schönheit, wodurch auch eine bestehende Beziehung anhaltend verunsichert werden kann. Unbewusst bemerkt der Partner, dass er nicht voll genommen und geliebt wird, dass der andere nicht zuverlässig ist und sich weiter umsieht.

Erwachsen
Der Erwachsene stellt sich seinen Ängsten in der Begegnung und bei Kontakten. Er versucht Umgangformen zu beachten und das Beste aus seinen Typ zu machen, kalkuliert sein äußeres Erscheinungsbild und sein Benehmen bei der Kontaktaufnahme mit ein. Indem er viele Kontakte pflegt und Menschen trifft, kann er seine Illusionen und unrealistische Träumereien mit der realen Welt vergleichen und damit auflösen. Statt auf den Traumpartner zu hoffen oder so zutun, als hätte er die Idealbeziehung bereits verwirklicht, kann er Licht- und Schattenseiten jeder Partnerschaft wahrnehmen. Partnerschaft ist kein statischer Zustand und partnerschaftliches Glück kann nicht mit einem Ehering festgeschrieben werden. Der Erwachsene bezieht bei der Bewertung seiner Kontakte und der Partnerschaft (also des Partners) das Unbewusste und seine Verdrängungen mit ein.

Pluto - Neptun

Hemmung
Es bestehen Schwächen eigene Gedanken und Wissen anzusammeln, also geistige Strukturen zu entwickeln um auf dieser Grundlage persönliche Lebenspläne und Ziele anzustreben und zu verwirklichen. Man kann sich aus Mangel an Wissen keine eigene Meinung zu wichtigen Lebensgebieten wie z.B. die Berufslaufbahn oder Partnerschaft bilden. Man lebt ziellos, unorganisiert, hat unrealistische und illusionäre Vorstellungen, plant unvernünftig und unbedacht. Man ist unsicher, lässt sich treiben und wird zum Spielball anderer Menschen und dessen Lebenspläne. Dagegen erfüllt man die Programme der Eltern, Erzieher, Lehrer, von Vorgesetzten und vom Partner. Da diese aber nicht den eigenen Bedürfnissen entsprechen, tragen sie immer den Keim der Auflösung in sich. Es lösen sich wiederholt Verträge, Bindungen, Abmachungen und Vereinbarungen auf, verlaufen immer wieder eigene Pläne und Zielsetzungen im Sande. Oder man kennt diese erst gar nicht.

Da man geistig labil und leichtgläubig ist, besteht die Gefahr an Rattenfänger, Gurus oder manipulative Heiler zu geraten. Diese versprechen mit Glaubenssystemen und Ritualen Heilung und Hilfen und gewinnen dadurch an Macht.

Wie man sich nicht an geistige Pläne und Konzepte binden kann, so bestehen ebenfalls Bindungsängste in der Partnerschaft. Man hat Ängste sich auf einen Partner einzulassen, da man - bedingt durch die eigene Meinungsschwäche - diesem total ausgeliefert wäre. Man hat also Angst vor der Dominanz des anderen. Macht durch Attraktivität, Sexualität, geistige Stärke, Einkommen, Besitz und Finanzen, Wohnraum usw. sind möglich. Illusionäre Vorstellungen von einer festen Beziehung und potentiellen Partnern platzen wie Seifenblasen. So ist man immer wieder enttäuscht. Oft gerät man an Menschen, die für eine feste Beziehung scheinbar ungeeignet sind, wie z.B. bereits vergebene Partner, Menschen die ständig ausweichen, Heimlichkeiten haben oder lügen. Man meint noch nicht den "Richtigen" gefunden zu haben, kann so weiter ungebunden bleiben und von der Idealbeziehung träumen.

Kompensation
In der Kompensation wird die Macht als Helfer ausgelebt. Da man für das eigene Leben wenig Orientierung und Pläne besitzt, befindet man sich eigentlich selbst in einer hilflosen Lage. In der Helferrolle kann man diese Unsicherheit kompensieren. So sucht man unbewusst Menschen an denen man sich binden, die einem aber nicht gefährlich werden können. Eine feste Beziehung kann also nur gelingen, wenn sich der andere in der schwächeren Position befindet. So bindet man sich an materiell, körperlich, seelisch oder geistig labile Menschen, wie z.B. Menschen die einer gesellschaftlichen Randgruppe angehören, lebensunfähige, unselbständige, chaotische, arbeitslose, verschuldete, süchtige oder kranke Menschen. Durch die Schwäche des anderen und der eigenen Helferrolle bekommt die Beziehung einen Handlungsspielraum. So wird zwar immer wieder geholfen, jedoch nur soweit der andere auch weiterhin abhängig bleibt. Indem das Grundproblem unangesprochen bleibt und so auch nicht angegangen und beseitigt wird, kann die Machtposition aufrechterhalten bleiben. Wenn der andere durchsetzungsfähig, wirtschaftlich unabhängig, selbständig den Alltag organisieren oder eine eigene Meinung vertreten würde hätte die Beziehung keine Basis mehr.

Die Beziehung wird zusätzlich immer wieder verunsichert, etwa wenn der Partner gemeinsame Finanzen durch eine Spiel- oder Kaufsucht veruntreut oder regelmäßig im Rauschzustand auffällig wird. Auch kann es sein, dass der abhängige Partner die eigene Dominanz heimlich umgeht, indem er lügt, Geld abzweigt oder heimliche Bekanntschaften unterhält. So ist man sich nie seiner Beziehungskiste sicher.

Andere Kompensatoren geben vor eine Idealbeziehung bereits verwirklicht zu haben und binden sich unbewusst aufgrund fehlender eigener Lebenspläne und Schwächen. So kann man sich an der Stärke des anderen stabilisieren, bleibt aber dadurch weiterhin machtlos, hilflos und schwach. Die eigene Hilflosigkeit und Schwäche, also z.B. eigene Unselbsthändigkeit, finanzielle Defizite oder Depressionen zwingen den anderen zu mehr Arbeit und Plage. So wird der Partner ebenfalls geschwächt, was die Beziehung zusätzlich belastet und verunsichert.

Im Berufsleben kann man mit dieser Konstellation die Macht als Heiler oder Helfer ausleben. So kann man Gesundungs- oder Therapiepläne für seine Schäfchen aufstellen. Als Guru suggeriert man seinen Anhängern Heil und Erlösung durch magische Rituale, Meditation und geistige Scheinbilder. So gewinnt man an Finanzen, Macht und Einfluss.

Erwachsen
Der Erwachsene hat die Aufgabe sich mit seinen Verdrängungen und unbewussten Motivationen in Beziehungssituationen auseinander zusetzen. Insbesondere gilt es die gegenseitig bedingte Verflochtenheit von Hilfloser und Helfer zu analysieren. Man könnte sich fragen, warum man hilflos ist oder anderen Menschen helfen möchte. Als Motivation könnte sich u.a. eine eigene Halt- und Planlosigkeit in der Lebensgestaltung herausstellen.

Die Schwäche eigene geistige Vorstellungen zu entwickeln, um damit das eigene Leben planen und konzipieren zu können muss aus der Verdrängung erlöst werden. Dazu ist es notwendig sich Hintergrundinformationen und Wissen zu wichtigen Lebensbereichen wie z.B. Partnerschaft, Wohnen, Ernährung, Finanzen oder Arbeit anzueignen als unhinterfragt die Ansichten und Vorstellungen des Milieus und Familie zu übernehmen oder sich Illusionen hinzugeben diese Idealbilder erfüllen zu können. Psychologische und astrologische Einsichten können helfen realistischer zu werden. So hat man sich eine eigene Meinung gebildet und gewinnt dadurch an geistiger Stärke. Man ist in der Lage eigene realistische Vorstellungen, Pläne und Konzepte zu entwickeln nach denen man sein Leben ausrichten kann. Diese sind auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten und lassen sich dadurch leichter leben.

Jupiter - Neptun

Hemmung
Es bestehen Probleme einen Sinn in geistiger Weiterentwicklung, Bildung, Weiterbildung und Studium zu finden. So ist es möglich, dass Bildungswege erst gar nicht beschritten oder ständig in Frage gestellt werden. Es gibt also kaum eigene Vorstellungen, wie man sich geistig weiterentwickeln könnte. Der eigene Bildungsweg liegt im Nebel. Da man außer herkömmliche Formen keine auf eigene Bedürfnisse zugeschnittene Bildungsangebote erkennen kann, ist man ständig unsicher, ob man auch die richtige Studienrichtung eingeschlagen hat. Da die Inhalte außerdem sehr wenig Bezug zu inneren Bedürfnissen besitzen und deshalb auch nicht die Lust am studieren wecken oder steigern, kann solch ein Studium endlos dauern. Man lässt sich treiben, leicht ablenken, studiert unkonzentriert und chaotisch. So besteht die Gefahr, dass das Studium im Sande verläuft und man keinen Abschluss bekommt. Allgemein bestehen Unsicherheiten bei Bildung und Weiterbildung.

In der Weltanschauung ist man von anderen leicht beeinflussbar und macht sich Illusionen von heilsbringenden Versprechungen, Gurus oder Bewegungen. Man glaubt an deren bereits fertig formulierten weltanschaulichen Einsichten und Weisheiten, als selbst gemachte Erfahrungen zu einer eigenen Weltsicht reifen zu lassen. Das so geliehene Verständnis von der Welt hat zu wenig gewachsene Grundlagen und kann dadurch immer wieder leicht von Außen verunsichert werden. Man läuft Gefahr in die Hände von Sekten oder im Helferkostüm auftretenden Scheinheiligen zu geraten, die einem ihren Sinn nahe bringen möchten. Es besteht eine Neigung zu naivem positiven Denken das leicht ausgenutzt werden kann.

In der partnerschaftlichen Kommunikation kommt es wiederholt zu Ungereimtheiten, Missverständnissen und falschen Auslegungen, weil man unliebsame Themen gerne unausgesprochen halten möchte. Da man sich mit überholten weltanschaulichen Maßstäben von gut und böse identifiziert, hat der Partner meist die Oberhand - besonders wenn dieser sich als Helfer oder Wohltäter präsentiert. So kann sich der Horoskopeigner oft nur unbewusst mit Heimlichkeiten, Lügen und Ausflüchte zur Wehr setzen.

Kompensation
In der Kompensation stellt man sich weise, erfahren und gebildet mit angelesenen Erkenntnissen und Verständnis dar. Dieses kann z.B. über Symbole, Sprüche und Zitate aus Weltliteratur, Klassik, Transzendenz, Mystik und Esoterik, fernöstliche Lebensweisheiten oder Riten erfolgen. Dass man das meiste was man erzählt und verbreitet gar nicht selbst erlebt und gelebt hat, erkennt man an Zitaten geliehener Erkenntnissmacher. So gibt man gerne ganzheitliche Lebenshilfe und Ratschläge ohne selbst (ganz) gelebt zu haben.

Überhaupt hat man mit alltäglichen und gewöhnlichen Anforderungen der Welt nicht viel im Sinn. Man lächelt von oben herab über die vielen gewöhnlichen und primitiven Menschlein, welche sich mit trivialen und praktischen Problemen herumschlagen, als sich mit viel wichtigeren Sinnfragen auseinander zu setzen. Da man im geistigen Bereich kaum praktische Fehler begehen kann, besteht die Tendenz zur Scheinheiligkeit. So wird geistige Entwicklung und Bildung von der Materie losgelöst zur lebensfernen Seifenblase. Fragt sich nur, wann dem Horoskopeigner die irdischen Probleme wieder erreichen.

Andere Kompensatoren bleiben im materiellen Bereich hängen und betreiben die ausufernden Horizonterweiterungen mittels ständigem Reisen und Verreisen. So sucht man einen Sinn in der Ferne zu entdecken und findet doch meist nur unklare und chaotische Situationen, Heimlichkeiten, Kontakt mit Außenseitern der Gesellschaft, mit Armen oder Kranken, Alkohol, Drogen, Prostitution und Kriminalität. Vielleicht profiliert man sich als Helfer in der ganzen Welt.

Erwachsen
Der Horoskopeigner hat die Aufgabe, die Hintergründe von Bildung, Weltanschauung und geistiger Entwicklung zu ergründen. Dabei ist es nicht nur notwendig, sich mit den Inhalten von Ideologien und Weltanschauungen zu beschäftigen. Er sollte sich auch Gedanken darüber machen, warum es bestimmte Weltanschauungen, Ansichten und Überzeugungen gibt und welche unbewussten Motivationen Menschen haben, diese zu vertreten. In diesem Zusammenhang könnte er sich überlegen, warum im Grunde gute und ehrbare Motive so oft (in der Geschichte) Konflikte, Kriege und Leid hervorrufen. Es geht also darum, die in vielen Weltanschauungen vorgenommenen Bewertungen von Gut und Böse zu analysieren. Und natürlich geht es besonders darum bei sich selbst zu analysieren, aus welchen persönlichen Motiven man bestimmte Überzeugungen oder eine ganz bestimmte Weltanschauung vertritt.

In Bildungsfragen hat er die Aufgabe seine eigene persönliche Form von Bildung zu finden. Dabei können auch alternative Gebiete aus Astrologie, Esoterik und Psychologie mit einfließen. So lange sich der Horoskopeigner an den pauschalen und herkömmlichen Bildungsidealen der Gesellschaft und des Milieus orientiert, wird er immer wieder verunsichert werden. Er muss herausfinden, welches Bildungsgut zur eigenen geistigen Weiterentwicklung und Verbesserung der persönlichen Lebensgestaltung notwendig und verwendbar ist und welche Formen von Bildung primär dazu dienen sich gebildeter, weiser und kultivierter als andere Menschen darzustellen - also die Neurose zu pflegen. Er muss zwischen Schein-Bildung und realer Bildung unterscheiden lernen. So kann er seine Weltanschauung wandeln und dadurch die Partnerschaft weiterentwickeln. Er nimmt also die Welt jenseits der alten Grenzen von Gut und Böse war, kann dadurch mit dem Partner realer kommunizieren. Die alten Spiele von Schuldzuweisung und Lüge gehören der Vergangenheit an.

Saturn - Neptun

Hemmung
Disziplin, Konzentration und Ordnung sind nicht die Stärken des Horoskopeigners, was ein geschwächtes Durchhaltevermögen ergibt. Aus Angst sich festzulegen, werden immer wieder entstandene Verbindlichkeiten aufgehoben, wobei vieles begonnen und wenig zu Ende geführt wird. Es gibt keinen Plan, keine klare Linie im Leben, wenig innere Ordnung, keine Ziele, keinen Halt und keine Struktur, an der sich der Horoskopeigner orientieren könnte. Der Gehemmte orientiert sich an andere Menschen und möchte so Struktur finden. Die dadurch erlangte Sicherheit ist allerdings nur eine Scheinabsicherung die immer wieder von Außen verunsichert werden kann, weil sie nicht auf eigenen Strukturen und auf die Übernahme von Eigenverantwortung beruht. Wie ein Chamäleon kann er sich der jeweiligen Umgebung anpassen, unauffällig und gefügig. Nichts macht nämlich mehr Angst als einmal wirklich Stellung zu nehmen, zu sagen "Ja, das liegt in meiner Verantwortung", dann auch dazu zu stehen und die Konsequenzen zu tragen. Oft flieht der Mensch mit Saturn - Neptun Konstellation vor Auseinandersetzungen und allen möglichen Konflikten - wenn die Angst zu groß wird. Die Flucht vor Festlegungen, festen Strukturen und Problemen ist nicht selten eine wesentliche Motivation um überhaupt in Gang zu kommen und aktiv zu werden.

Kompensation
Dieser Kompensator kann es nicht verstehen warum Menschen ihre Lebenszeit mit Karriere, Malochen, Kindererziehung, Hausbau usw. vergeuden können. Er lebt von der Stütze, lieber in den Tag hinein und verachtet den Normalbürger. Sein Leben zwischen Matratzen und Flaschen bezeichnet er als Alternative zum bürgerlichen Spießerleben. Wenn ihn nicht immer diese Geldprobleme doch noch zu einer Unternehmung zwingen würden hätte er das schönste Leben. Die Sinnlosigkeit solch eines "schönen Lebens" kann er jedoch nur oberbewusst verdrängen. Um sich die Tristes eines derartigen dahin vegetierens nicht eingestehen zu müssen bedient er sich der verschiedensten Drogen und Betäubungs- Mechanismen. Im Rausch zieht er dann über die angepassten Spießer her und wertet sich damit auf.

Auf der Demo, im U-Bahnhof, im Sozial- oder Arbeitsamt begegnet er Vertreter des eigenen verdrängten Ordnungsprinzips, die ihn darauf aufmerksam machen dieses zu integrieren. Je mehr er dies verdrängt hat, desto unnachgiebiger kommen die Vorgaben von Außen. Leider versteht er die Aufforderungen der Umwelt falsch und erklärt den Gegenpol zur eigenen Unverantwortlichkeit zum Feind.

Kompensation
In der Projektion eigener abgelehnter Persönlichkeitsanteile auf andere Menschen sucht der Kompensator unbewusst Kontakt mit Randgruppen der Gesellschaft um diese jedoch abzuwerten und sich dadurch besser und wertvoller zu fühlen. Eigentlich verachtet er die Drückeberger, Arbeitslosen, Asozialen und Trinker, hat aber trotzdem aus irgendwelchen vordergründigen Motiven (beruflich, durch die Wohngegend, Nachbarn, Freunde, Verwandtschaft, Partner usw.) regen Kontakt mit solchen Menschen. Wohlwollend und helfend möchte er möglicherweise dem Partner, einem Bekannten oder Freund eine Arbeitsstelle verschaffen und ist dann sehr enttäuscht wenn dieser durch Schlendrian, Unpünktlichkeit oder andere Ausweichmanöver alle Hilfsaktionen ins leere laufen lässt.

Dies bestätigt ihn noch mehr in seinen Ansichten. Ängste und Unsicherheiten werden auf diese Menschen projiziert wodurch das Erkennen der eigenen Ängste, Schwächen, Täuschungen und Lebenslügen abgewehrt wird. "Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger sind zu faul zum arbeiten und Sozialschmarotzer" wird er sich sagen und braucht sich so nicht mit dem Sinn der eigenen Arbeit auseinander zu setzen. Er tut so, als wenn er alle Ideale und Anforderungen der Gesellschaft erfüllen könnte. So belügt der Elternrollenspieler sich selbst (und andere) und nach Außen wird der Schein gewahrt. Gerade die übertriebene Demonstration von Richtigkeit und Ordentlichkeit zeigt genau den wunden Punkt. Dies kann sich im Extrem in eine Sucht nach Anerkennung und Karriere steigern. Irgendwann wird der Kompensator möglicherweise selbst arbeitslos oder krank und muss sich doch mit den eigenen Ängsten, Verdrängungen, Lebenslügen und seelischen Nöten befassen.

Erwachsen
Bei Saturn - Neptun besteht im allgemeinen ein hohes Angstpotential. Übertritte werden oft mit großen Ängsten begleitet, die sich bis zur Angstneurose (Angst vor der Angst) steigern können. Angst machen vor allem Autoritäten, Festlegungen, genaue Vorgaben, klare Strukturen, Termine, Disziplin und Ordnung, Verantwortung, Normen usw.
Hier gilt es eigene Ordnungsstrukturen für persönliche Ziele zu entwickeln. Das Elternhaus gab vielleicht wenige Vorbildfunktionen für Erfüllung eigener Vorhaben und Ziele ab. Daher liegen auch meist berufliche Ziele im Nebel. So gibt es einen Traumberuf, der aber aus Mangel an gesundem Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Einsatz nie verwirklicht wird. Die Aufgabe besteht darin, für eigene Wünsche und Träume die notwendige Leistungsbereitschaft zu entwickeln.

Folgende Fragen könnten bei dieser Konstellation dem Horoskopeigner helfen Hintergründe wahrzunehmen: Gibt es immer wieder Situationen die Angst bereiten und die deswegen vermieden werden? Wann habe ich etwas getan oder eine bestimmte Entscheidung getroffen um vor akuten Konflikten zu fliehen, sich ihnen zu entziehen (Aktionen mit Fluchtcharakter)? Welche Suchttendenzen sind bei mir vorhanden? Welches Medium benutze ich zur Ablenkung vor inneren Problemen (Fernsehen, Radio, Computer, Intellektualität, Arbeit (Überstunden), Internet, Nikotin, Koffein, Alkohol usw.)? Welchen heimlichen Gewinn ziehe ich aus meiner schwachen körperlichen Konstitution, aus Krankheit, einer Sucht, der Opferrolle oder meiner Hilflosigkeit? Welche Aufgaben kann ich deshalb nicht angehen? Wem wird dadurch Verantwortung zugeschoben weil ich unfähig bin, selbst tätig zu werden (Helfern, Hilfsorganisationen, Verwandte, Bekannte, Freunde, dem Partner)? Warum möchte ich u.U. anderen Menschen helfen? Helfe ich anderen - wenn ich mich dabei körperlich und zeitlich überfordere - um mich nicht mit meinen eigenen inneren Problemen befassen zu müssen und um mich von der eigenen Hilflosigkeit abzulenken? Was tue ich für andere Menschen - ob im Beruf oder Privat - was ich eigentlich selbst brauchen könnte und was ich mir selbst geben sollte? Ist mir mit der Helferrolle geholfen?


Quellen:

Hermann Meyer, Astrologie und Psychologie
Psychosomatik und Astrologie
Befreiung vom Schicksalszwang
Das astrologische Herrschersystem
Jeder bekommt den Partner, den er verdient

Michael Roscher, Astrologie und Psychosomatik

Nikolaus Klein, Glück und Selbstverwirklichung im Horoskop

Wilfried Schütz, Seminarlektionen

Brigitte Becvar Jost, Seminarlektionen

Vera Klein, Seminarlektionen

Eigene Seminaraufzeichnungen

 

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