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Der Steinbock

Hemmung

Der Steinbock fühlt sich gehemmt, wenn seine Maßstäbe nicht durchsetzen kann, er beruflich nur wenig erfolgreich ist und keine eigenen Ziele verfolgen kann. Er leidet besonders wenn er sich Autoritäten unterordnen muss, in der Hierarchie nicht aufsteigt oder wenn er nicht im Lichte der Öffentlichkeit steht. Meistens fehlt es ihm jedoch selbst am nötigen Einsatz und Durchhaltevermögen, an Strebsamkeit und Ehrgeiz, an nötiger Zeiteinteilung und Zielsetzung, an Ordnung und Disziplin, Dinge die ihm wichtig sind umzusetzen. So muss er seine eigenen Energien in der Projektion erleiden, indem er diese Eigenschaften über Vorgesetzte und Kollegen, Konkurrenten oder den Partner erleiden muss. Dabei muss er beobachten, wie andere einen Karrieresprung nach dem nächsten absolvieren und beruflich erfolgreicher sind. Da es ihm an Selbständigkeit mangelt, wird ihm vieles vorgegeben. Immer wieder wird er gemaßregelt und ihm mitgeteilt, dass er mit seiner Meinung falsch liegt und Unrecht hat. Oftmals belasten Rechtsstreitigkeiten seine Seele.

Kompensation

Der Steinbock in der Kompensation ist ein typischer Rechthaber. Mit seiner Rechthaberei kompensiert er die in seiner Kindheit erlittenen Unzulänglichkeitsgefühle. Deshalb ist es für ihn wichtig, überall und immer Recht zu haben und Recht zu behalten. Seine größte Angst besteht darin, einmal nicht Recht zu haben und das eingestehen zu müssen. Um möglichst immer im Recht zu sein, hat er eine Vorliebe für allgemeinverbindliche Richtlinien, Grundsätze und Gesetze. Diese studiert er tiefgründig und lernt sie notfalls auswendig, besorgt sich Bücher, Fachzeitschriften, recherchiert im Internet usw. Mit seiner Fachkompetenz will er sich keine Blöße geben. Die Chancen immer Recht zu haben, erhöht sich zudem wesentlich, wenn er sich mit dem identifiziert was allgemein und gesellschaftlich anerkannt ist. Der Steinbock in der Kompensation ist daher ein Verfechter der öffentlichen Moral, Meinung und Ordnung. Ehrgeizig strebt er eine anerkannte Position in der Öffentlichkeit an. Er ist der Bewahrer von Moral, Konvention, Recht und Gesetz.

Erwachsen

Der erwachsene Steinbock hat erkannt, dass sich hinter dem rechthaberischen und besserwisserischen Verhalten von sich und Autoritäten eine große Unsicherheit verbirgt, nämlich die Angst Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen. Beständig Reden zu schwingen anstatt zu handeln ist eine typische Abwehrreaktion um nicht tätig und selbständig werden zu müssen. Indem er bei anderen Menschen die Elternrolle übernimmt, sie erziehen, leiten und zu einer bestimmten Meinung bringen will, beraubt er ihnen die Eigenverantwortung. Dadurch verliert er Zeit die er in eigene Ziele investieren könnte. Der erwachsene Steinbock hat gelernt Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden. Deshalb muss er nicht immer und überall Recht haben. Wichtig ist es ihm, dass er nach eigenen Grundsätzen sein Leben gestalten kann. Er kann sich konzentrieren und zielgerichtet arbeiten. Sekundärtugenden wie Ordnung, Fleiß und Disziplin setzt er für eigene Ziele ein.

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